Ursprüngliche Planung (seit 2017):
- Neubau am bestehenden Standort
- Budget ca. 27 Mio CHF
Entwicklung:
- über 8 Jahre ohne Baubeginn
- aktuelle Kostenschätzung über 60 Mio CHF
- …
- räumlich stark begrenzter Standort
- kleine Zimmergrössen
- unzureichende Demenzstruktur
- sehr dichte Bauweise
Der Standort wirkt baulich wie ein Kessel mit wenig Entwicklungsspielraum.
Strukturelle Probleme
Die Stiftung wird inzwischen vollständig durch Gemeinderatsmitglieder geführt.
- Fehlende institutionelle Unabhängigkeit
- Stiftungsinteressen können mit Richtplan/Gemeindeinteressen kollidieren
Das Projekt Neubau Turmmatt ist eine Kompromisslösung, um den bestehenden Standort beizubehalten. Der ursprüngliche Grund dafür – fehlende Alternativstandorte – besteht heute nicht mehr.
Unzumutbare Baubedingungen
Der Neubau Alterszentrum Turmmatt wäre geplant mit Abrissen/Neubau über zwei Etappen. Lärm/Schmutz dauerhaft über 30 Monate, nicht zumutbar für Bewohner noch für Mitarbeiter.
- Etappe 1: Bewohner/Mitarbeiter sind konfrontiert mit Abriss und Neubau (mind. 15 – 20 Monate)
- Umzug in Neubau
- Etappe 2: Bewohner/Mitarbeiter sind weiterhin konfrontiert mit Abriss und Neubau (mind. 15 – 20 Monate)
Schutz der Bewohner während der Bauphase
Bislang kein offengelegtes Schutzkonzept
- Mehrjährige Abriss- und Neubauphasen unmittelbar neben einem Alters- und Pflegezentrum
- Hochbetagte, teilweise multimorbide und in ihrer Mobilität eingeschränkte Bewohner
- Mögliche Belastungen: Baulärm, Staub / PM10 / PM2.5, Erschütterungen, Baustellenverkehr und eingeschränkte Aussenbereiche
- Trotz wiederholter Nachfrage liegt bislang kein transparent offengelegtes, fachlich geprüftes Schutzkonzept vor
- Zentrale Frage: Wie werden die heutigen Bewohner während der gesamten Bauzeit konkret geschützt?
Was ein Schutzkonzept zwingend beantworten muss
Verantwortung braucht konkrete Massnahmen
- Wer hat das Schutzkonzept erstellt – und mit welcher medizinisch-geriatrischen bzw. umweltmedizinischen Expertise?
- Wer hat es unabhängig geprüft und anhand welcher Kriterien wurde die Wirksamkeit beurteilt?
- Welche verbindlichen Schutzmassnahmen gelten für Lärm, Staub/Partikel, Erschütterungen und Innenraumluft?
- Welche Ruhezeiten, Bauzeitbeschränkungen sowie Schutzmassnahmen für Terrassen, Gärten und Spazierwege sind vorgesehen?
- Wie erfolgen Messung, Monitoring, Schwellenwerte und Interventionen während sämtlicher Bauphasen?
- Welche Auswirkungen haben diese Vorgaben auf Bauzeit, Logistik und Kosten?
Schutzkonzept, Standortwahl & V2+ gemeinsam beurteilen
Vermeidbare Belastung statt nachträglicher Schadensbegrenzung
- Mit Hergisroos steht eine mögliche freie Alternativfläche zur Diskussion: Neubau ohne Abrissphasen neben den heutigen Bewohnern.
- Damit geht es nicht nur darum, Belastungen in Turmmatt zu reduzieren – sondern darum, ob sie durch die Standortwahl weitgehend vermieden werden können.
- Zusätzlich muss die zeitliche und technische Abhängigkeit zwischen Turmmatt und Entlastungsstrasse V2+ vor Baubeginn verbindlich geklärt sein.
- Sonst droht neben den Turmmatt-Bauphasen möglicherweise eine weitere Belastungsphase durch spätere Strassenbauarbeiten.
- Wollerau Vision 2035: Erst Schutz, Machbarkeit und Gesamtplanung transparent klären – dann irreversible Entscheidungen treffen.
Kostenexplosion
- Ursprüngliche Kostenschätzung: unter 30 Mio. CHF
- Im weiteren Verlauf ca. 34 Mio. CHF
- Aktuell: über 60 Mio. CHF
- Diese Kosten stehen in keinem Verhältnis zu:
- den Standortnachteilen
- den planerischen Kompromissen
- der Belastung der Bewohner
- der eingeschränkten Zukunftsfähigkeit.
Planänderungen Neubau Turmmatt
| Thema | Wettbewerb 2017 | Projektstand in Folgezeit |
|---|---|---|
| Pflegeplätze | 72 Plätze | Unklar (50-75 Plätze) |
| Demenzplätze | 24 klar definiert | nicht klar definiert |
| Struktur | klare Trennung Pflege/Demenz | Struktur teilweise aufgelöst |
| Alterswohnungen | 21 Wohnungen geplant | Umsetzung offen |
| Etappierung | klar definiert | zweite Etappe unklar |
| Kosten | ca. 27 Mio CHF | über 60 Mio CHF |
Chance zum Umdenken
Da kein Baubeginn erfolgte, besteht die Möglichkeit, das Projekt grundsätzlich neu zu überdenken. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten die genutzt werden müssen!
Ziel:
- modernes Pflegekonzept
- langfristige Wirtschaftlichkeit
- attraktive Arbeitsbedingungen
- hohe Lebensqualität für Bewohner